neukunden.at

Der Wert von Leads und Prospects

Bild Leads Prospects VertriebsBlog.jpg

 

November 2022: 

Viele B2B-Unternehmen betreiben aktive Lead- oder Prospectgenerierung, welche oftmals falsche vertriebliche Erwartungen auslöst. Aus diesem Grund ist ein Verständnis über den Wert vertrieblicher Zwischenziele, eine unerlässliche Basis für den Vertriebserfolg. 

Was sind Leads, was sind Prospects?

Grundlegend sind 2 Arten von Leads zu unterscheiden. Jene Leads, die vom (Vertriebs-)Marketing generiert werden. Und jene Leads die vom Vertrieb genieriert werden (z.B. Upselling, Reaktive Chancen, Synergien...) beziehungsweise Leads welche aktiv vom Vertrieb bearbeitet werden.

Entsprechend des Reifegrades des Leads kann zwischen Marketing Accepted Leads (MAL) und bereits weiterentwickelten Marketing Qualified Leads (MQL) unterschieden werden. Ziel der Aktivititäten des (Vertriebs-)Marketing ist es, diese Leads weiterzuentwickeln, um diese an das Vertriebsteam zur strukturierten Bearbeitung zu übergeben. Die Maßnahmen einen MAL zu entwickeln, werden als "Lead Nurturing" bezeichnet. Typischerweise hat ein Marketing-Lead (MAL / MQL) klare Eigenschaften, die auf ein grundlegendes Produkt- oder Dienstleistungsinteresse rückschließen lassen. Beispielsweise hat ein Unternehmen mehrmals einen Newsletter geöffnet, oder ein Unternehmen hat über die Website eine Anfrage gestellt, oder ein Unternehmen war bereits mehrmals auf der Website des Unternehmens. 

Werden Leads durch den Vertrieb bearbeitet, so wird von Sales Accepted Leads (SAL) beziehungsweise von Sales Qualified Leads (SQL) gesprochen. Die Bearbeitung dieser Leads erfolgt im Regelfall entsprechend eines stufenweisen Vertriebsprozesses, welcher als "Vertriebstrichter" oder "Sales Funnel" bekannt ist. 

Klar zu unterscheiden von Leads aller Stufen sind Prospects. Während Leads in unterschiedlichen Reifegraden - von MAL bis SQL - lediglich grundlegendes Interesse haben, liegt bei Prospects ein klares und ausformuliertes Interesse, oftmals auch bereits erste Kaufsignale, vor. Somit sind Prospects vertrieblich immer hochwertiger als Leads einzustufen. 

 

Welchen Wert haben Leads und Prospects?

Der Wert von Leads und Prospects hängt überwiegend von 2 Faktoren ab:

  • Die Länge des Sales Cycles (=durchschnittliche Dauer der vertrieblichen Bearbeitung) und den, während dieser Dauer anfallenden Kosten für die notwendigen Vertriebsmaßnahmen.
  • Das Produkt selbst. Es ist ein Unterscheid, ob ein Unternehmen konkretes Interesse am Kauf einer maßgeschneiderten Industrieanlage hat oder das Interesse des selben Unternehmens am Kauf von Bürobegrünung besteht. Der Lead/Prospect für eine maßgeschneiderte Industrieanlage in Millionenhöhe hat einen höheren ökonomischen Wert als ein Lead/Prospect für Bürobegrünung, da die entsprechenden Auftragsvolumen und Deckungsbeiträge bei Bürobegrünung deutlich geringer sind.

Natürlich können bei der Bewertung von Leads und Prospects auch strategische Aspekte wie Marktanteil, Vertriebsdruck oder Vertriebseffektiviät einfließen. Dominant für die ökonomische Bewertung von Leads und Prospects sind jedoch der durchschnittlich erzielbare Deckungsbeitrag pro Lead/Prospect und die Kosten der verbleibenden vertrieblichen Maßnahmen, um aus einem Lead/Prospect einen Kunden zu machen.

 

FAZIT:

Ein strukturiertes Lead- und Prospect Management ist ein Merkmal eines professionellen Vertriebs. Die Unterscheidung und korrekte Bewertung von Leads und Prospects stellt eine zusätzliche und grundlegende Dimension von Verkaufschancen dar und bildet somit die Basis für den strukturierten Vertriebserfolg. 

 

 

Vertriebliche Fachbegriffe finden Sie in unserem Vertriebs-Glossar (https://www.neukunden.at/de/fachbegriffe). Erfahrungen und Empfehlungen für den vertrieblichen Einsatz von weiteren Digitalinstrumenten sowie Quick wins können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  Bildquelle:Photo by Jack Moreh from Freerange Stock

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

Der Effekt von Off-Page SEO für B2B-Vertrieb

Off Page SEO final_Klein.jpg

 

September 2022: 

Sowohl im nationalen als auch im internationalen B2B-Geschäft kann festgehalten werden, dass B2B-Kaufentscheidungen zu 95% nach einer vorgelagerten Online-Recherche erfolgen. Das bedeutet, das 95% aller Zielkunden zuerst online nachsehen, welche Optionen es gibt und welche Informationen über einen möglichen Lieferanten und Geschäftspartner im Netz zu finden sind. Werden über ein Unternehmen keine Informationen gefunden, so spielt dieses Unternehmen in der Kaufentscheidung grundsätzlich keine Rolle mehr.

Off-Page SEO: Um über die Google Suche schnell gefunden zu werden, spielen - außerhalb der eigenen Website - 2 Digitalinstrumente eine bedeutende Rolle. Einerseits sind es die Kundenrezensionen auf Google MyBusiness (Beispiel siehe hier) welche bereits im Frühjahr 2022 behandelt wurden (zum Beitrag). Andererseits ist es die Verlinkung der eigenen Unternehmenswebsite im Internet.

Das Grundprinzip, welches auf den Google Gründer Lary Page zurückgeht, ist folgendes: Wenn viele unterschiedliche Websites auf eine Website verlinken, dann ist diese Website von hoher Bedeutung. Die Relevanz dieser Website steigt weiter, wenn die verlinkenden Websites ebenso eine hohe Relevanz im entsprechenden Fachgebiet oder Thema haben. Es ist also - vereinfacht ausgedrückt - die Anzahl der eingehenden Links (=Backlinks) verantwortlich, wie oft eine Website auf der Suchergebnisseite von Google aufscheint. 

Folgende Faktoren sind bei den Backlinks relevant:

  • Link-Gewicht: Domain- und URL-Rating - Diese beiden Faktoren geben Rückschluss auf die Bedeutung der Website. Diese Werte sollten größer 10 sein und können bis 100 reichen. Die Website vom Weißen Haus des amerikanischen Präsidenten (White House) hat ein Domain- und URL-Rating höher 90, der regionale Hobby-Schach-Club wird eher bei einem Rating von 10 liegen.
  • Anzahl Backlinks vs. Anzahl verlinkte Domains: Eine Website (=Domain) kann mehrere Links auf eine Zielseite beinhalten. Somit ist die Anzahl der Backlinks höher als die Anzahl der verlinkten Domains.

Wie kann die Anzahl der Backlinks gemessen werden? Das Google-eigene Instrument (Google Search Console) zeigt die Anzahl der eingehenden Links und Domains sehr genau. Einen weiteren Aufschluss geben Instrumente wie Backlink-Checker (z.B. Ahref). 

Relevanz für den B2B-Vertrieb

Über den Zeitraum der letzten 12 Monate wurde eine Messung durchgeführt, um die Relevanz von Off-Page SEO für den B2B-Vertrieb einzuschätzen. Das von neukunden.at betriebene Fachportal für Hotel-Entscheider (hotelimpulse.at) hat rund 800 Backlinks. Diese Backlinks erzielen ca. 950 Zugriffe (p.M., Status September 2022) welche über die Suchergebnis-Seite (SERP) von Google kommen. Dies sind sogenannte "Organische Zugriffe" welche über die Anzahl der eingehenden Links optimierbar sind. Im September 2021 hatte das Fachportal für Hotel-Entscheider rund 500 Backlinks, welche zu ca. 850 organischen Zugriffen (p.M.) geführt haben. Das bedeutet, dass eine Steigerung der Backlinks-Anzahl um über 50% (von ca. 500 auf ca. 800 Backlinks) zu einem Zuwachs an Zugriffen von ca. 10% (von 850 auf 950 organische Zugriffe) geführt hat. 

 

FAZIT:

Es kann somit eindeutig festgehalten werden, dass die Anzahl der Website Besucher durch die Steigerung der Anzahl der Backlinks erhöht wird. Auf Basis der durchgeführten Messung im Beobachtungszeitraum eines Jahres muss jedoch relativiert werden, dass der Zusammenhang von "Anzahl Backlinks" zu "Anzahl organischer Zugriffe" lediglich einen unterproportionalen Zusammenhang darstellt. Dieser Zusammenhang ist eindeutig vertriebsrelevant, da alle zusätzlichen Besucher der Website der vertriebsrelvanten Zielgruppe entsprochen haben.

Ankündigung: Die Analyse des Effekts von weiteren Off-Page SEO Faktoren auf den B2B-Vertrieb folgt. 

 

 

Erfahrungen und Empfehlungen für den vertrieblichen Einsatz von weiteren Digitalinstrumenten sowie Quick wins können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  Bildquelle: Photo by Jack Moreh from Freerange Stock

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

Visitor Identification im B2B-Vertrieb

Website Visitor Bilid.jpg

 

August 2022: 

Wer hat meine Website besucht? Welches Unternehmen recherchiert nach meinen Produkten und Angeboten? Diese vertriebsrelevanten Fragen können Visitor Identification Systeme beantworten.

Das Wissen, ob ein Lead, Prospect oder ein vertrieblich noch nicht bearbeiteter Zielkunde auf der Firmenwebsite war kann vertrieblich erfolgskritisch sein. Grundsätzlich kann der Vertriebserfolg gesteigert werden, wenn primär jene Prospects bearbeitet werden, welche auch die Firmenwebsite besucht haben. Insbesondere dann, wenn diese Interessenten mehrmals auf der eigenen Website waren. 

Wir setzen selbst 3 verschiedene Visitor Identification Instrumente ein, welche in der Basisversion auch kostenfrei zur Verfügung gestellt werden:

Alle drei Anbieter sind einfach und schnell zu installieren. Entweder muss der Google-Analytics-Code beim Anbieter eingegeben werden oder ein kurzes Script des Anbieters in den Header der Firmenwebsite geladen werden. Beides ist binnen weniger Minuten und ohne vertiefende Technologie-Kenntnis umsetzbar.

Die Funktionsweise dieser Visitor Identification Instrumente erfolgt auf Basis des Abgleichs von IP-Adressen mit weiteren Datenbanken, welche die Anbieter selbst betreiben, um Rückschlüsse auf die Unternehmen der Website-Besucher zu ziehen. Aufgrund dieser Funktionsweise ist nachvollziehbar, dass nicht alle Website-Besucher auch identifiziert werden können. Darüber hinaus kann es auch vorkommen, dass einzelne Besucher falsch ausgewiesen werden. Um die tatsächliche Qualität besser einzuschätzen haben wir folgenden Vergleichstest mit unserer Website (www.neukunden.at) durchgeführt:

Im Zeitraum von 5 Tagen (11.7. bis 16.7.) waren 88 unterschiedliche Besucher (Quelle: Google Analytics) auf unserer Firmenwebsite. Die Visitor Identification Systeme konnten folgende Anzahl an Unternehmen aufschlüsseln:

  • Albacross: 16 Unternehmen
  • Leadfeeder: 18 Unternehmen
  • Leadinfo: 22 Unternehmen

Es wurde somit bei 20-25% der Website-Besucher ein Rückschluss auf das Unternehmen des Besuchers möglich. Erwähnenswert ist, dass die Unternehmen der Website-Besucher nicht deckungsgleich waren. Lediglich 10 Unternehmen wurden bei allen 3 Instrumenten ident ausgewiesen, die restlichen Unternehmen waren unterschiedlich. Es liegt also nahe, dass die Präzision der Information (Welches Unternehmen hat meine Website besucht?) deutlich unter 100% liegt.

Hilfreich sind auch die zusätzlichen Möglichkeiten und Informationen die diese Instrumente anbieten. Bei Leadinfo wird beispielsweise die Bewegung der Maus aufgezeichnet. Auch die Verknüpfung mit LinkedIn ist hilfreich, somit wird auch gleich das LinkedIn Profil des Unternehmens bzw. der Besucher angezeigt. Was genau auf der Website angesehen wurde und wie oft das schon erfolgt ist, ist bei allen Instrumenten bereits im kostenfreien Grundumfang verfügbar. 

 

FAZIT:

Auch wenn nur bei weniger als 25% der Website-Besucher ein Rückschluss auf das Unternehmen möglich ist und bei diesen auch die Präzision nicht optimal ist, ist die vertriebliche Relevanz dieser Information enorm. Die Erwartungshaltung ist nicht, dass jeder Website-Besucher sofort bestellt, kauft oder beauftragt, sondern eine priorisierte vertriebliche Bearbeitung dieser Unternehmen erfolgt, da sich diese selbständig und mehrfach mit ihrem Unternehmen oder ihrem Angebot auseinandergesetzt haben. Darüber hinaus besuchen auch noch nicht vertrieblich bearbeitete Unternehmen die Firmenwebsite, wodurch bei diesen ein schneller und effektiver Verkaufsprozess ermöglicht wird.

Weitere Blogs und Test von Visitor Identification Anbietern: watchthem.live, g2.com

 

 

Erfahrungen und Empfehlungen für den vertrieblichen Einsatz von Visitor Identification Systemen sowie Quick wins können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

99 Sekunden - Vertriebsexperten gefragt! Snapchat

Juni 2022: Auch beim zweiten Durchlauf dieses Formats ist es nicht bei 99 Sekunden geblieben. Dennoch ist es sehenwert, wie vertriebsbezogene Wettbewerbsvorteile beim schnell wachsenden, an der NYSE gelisteten Digitalunternehmen Snap (Snapchat) zum Erfolg beitragen.

Inhalt

Durch drei Faktoren werden vertriebsbezogene Wettbewerbsvorteile erzielt: Erstens, relevante Daten für/von Kunden, zweitens, (sehr) nah am Kunden und Live-Demos.

Erwähnter Buch Tipp: Best Seller - Mein Weg als Verkäufer (2010), Reinhold Gmeinbauer, Styria Premium Verlag

 

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

 

eMail-Tracking als B2B-Vertriebsinstrument

eMail-Tracker_Bild.jpg

 

Mai 2022: 

Mail-Tracker werden sehr oft falsch verstanden. Daher zuerst die Erklärung, was ist ein Mail-Tracker?

Ein Mail-Tracker gibt Transparenz über den Öffnungsstatus eines versendeten eMails. Anders als Öffnungsbestätigungen oder andere einwilligungsrelevante Funktionen von eMail-Clients, arbeiten die gängigen Mail-Tracker mit einem, für den Empfänger nicht sichtbaren Pixel. Wird dieses aufgerufen, so ist das eMail geöffnet. Zusätzlich dazu können das Endgerät (Desktop, Tablet oder Smartphone), die Anzahl der Öffnungen und die Anzahl der Klicks dargestellt werden.

Was bedeuten diese Informationen für den Vertrieb? Grundsätzlich sollten diese Informationen nicht überbewertet oder überinterpretiert werden. Wenngleich die Anzahl der Öffnungen und die Anzahl der Klicks in ein erhaltenes eMail einen Rückschluss über die Relevanz des Inhalts erlauben. Wird also eine eMail, dessen Inhalt eine Produkt- oder Angebotspräsentation enthalten hat mehrmals geöffnet, so ist naheliegend, dass der Inhalt oder der Absender von gesteigerter Relevanz für den Empfänger ist. 

Umgekehrt würde dies bedeuten, dass der Inhalt oder der Absender einer eMail, welches nicht geöffnet wird, eher eine untergeordnete Relevanz für den Empfänger hat. Achtung, nicht alle versendeten eMail können getrackt werden.

Diese beiden entgegengesetzten Ausprägungen (viele Öffnungen vs. keine Öffnung) erlauben grundlegende vertriebliche Rückschlüsse. Von weiteren Interpretationen ist jedoch abzuraten, da eMail-Tracking Instrumente lediglich bei ca. 70% aller versendeten eMails ordnungsgemäß funktionieren. 

Weiterführende Links und Empfehlungen

  • eMail-Tracker DSGVO-konform verwenden: Vinja
  • eMail-Tracker für G-Mail (kostenfrei): Hunter.io
  • Weiter eMail-Tracker: Snov.io

 

Die Grundfunktionen der meisten eMail-Tracker sind fast überall kostenfrei. Die Installation ist binnen wenigen Sekunden möglich. 

Weitere Erfahrungen und Quick wins können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

Erfolgsfaktor Schlüssel-Aktivität und Schlüsselschlagzahl

Schlüssel-Aktivität im Vertrieb.jpg

April 2022: Sehr wirkam aber dennoch relativ unbekannt ist die sogenannte vertriebliche Schlüssel-Aktivität. Das ist jene Aktivität im B2B-Vertriebsprozess welche einen überproportional hohen Einfluss auf den Vertriebserfolg hat. Wird die Schlüssel-Aktivität um beispielsweise 10% erhöht, verbessert sich das Vertriebsergebis um beispielsweise 22%. 

Bevor die vertrieblichen Aktivitäten optimiert oder erhöht werden, muss zuerst die Schlüssel-Aktivität eingegrenzt oder definiert werden. Eine einfache Möglichkeit, um diese Schlüssel-Aktivität zu finden ist es die Schlagzahl zu erhöhen. Aufgrund der somit erlangten Muster und Input/Output-Veränderungen lässt sich die Schlüsselaktivität eingrenzen. Eine weitere Methode diese Schlüssel-Aktivität zu finden ist, eine Funnel-Analyse durchzuführen. Die einfache Analysefrage ist, in welcher Vertriebsphase werden (prozentuell) am wenigsten Zielkunden verloren. Typische Schlüssel-Aktivitäten im B2B-Vertrieb sind Werksbesuche, Vor-Ort-Demonstrationen, reaktive Interaktionen mit Website oder Newsletter. 

Zumeist stellen digitale Maßnahmen und Vertriebsinstrumente eine Beschleunigung der Schlüssel-Aktivität dar. Selbst sind die digitalen Maßnahmen oder Instrumente selten eine Schlüssel-Aktivität. Ist die Schlüssel-Aktivität festgelegt, kann eine zielgerichtete Vertriebssteuerung (Schlüsselschlagzahl) oder Optimierung von Vertriebsmaßnahmen erfolgen.

 

Buchempfehlung zur theoretischen Vertiefung: Karl Pinczolits, Die Schlagzahl Methode, MCD-Institut für Vertrieb, 2022 (www.pinczolits.at

Weitere Erfahrungen, Gesetzmäßigkeiten und Quick wins können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

Vertriebserfolg = Schlagzahl x Schlagkraft x PROZESS

März 2022: Allgemein bekannt und unbestritten ist die Erfolgsformel, dass der Vertriebserfolg das Produkt aus Schlagzahl und Schlagkraft ist. Mit Schlagzahl wird die Intensität und Anzahl der Maßnahmen beschrieben und mit Schlagkraft die Trefferquote. Auch der mathematische Zusammenhang ist unbestritten: Nämlich die multiplikative Verknüpfung von Schlagzahl und Schlagkraft und keine additive Verknüpfung. Wie bei einer Multiplikation üblich, reduziert sich das Gesamtergebnis unter dem Wert des Einzelfaktors, wenn ein Faktor kleiner 1 ist, also nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Mit zunehmender Komplexität von Produkten und Lösungen, aber auch durch die verstärkte Digitalisierung des Wirtschaftlebens wurde eine strukturierte vertriebliche Bearbeitung zu einem weiteren erfolgskritischen Faktor. Es ist also erfolgskritisch die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt zu ergreifen. Wie sieht der Vertriebsprozess in Ihrem Unternehmen aus?

Folgende vertrieblichen Aspekte müssen in den Vertriebsprozess einfließen, um im richtigen Zeitpunkt die passende Vertriebsmaßnahme zu setzen:

  • Sales Cycle: Wie lange dauert der Sales Cycle, welche Bandbreiten im Sales Cycle gibt es? Gerade im komplexen Systemvertrieb sind mehrjährige Sales Cycle üblich, aber auch im Dienstleistungs- und Projektvertrieb dauert die Phase vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschluss oft über ein Jahr. In diesem Zeitraum müssen unterschiedliche Vertriebsschritte gemacht werden, um den Kunden zu gewinnen.
  • Vertriebsphasen: Welche objektive Stati erreichen die bearbeiteten Zielkunden in einzelnen Vertriebsphasen und welche Maßnahmen werden je Phase ergriffen? Es kommt leider regelmäßig vor, das die Wirkung von digitalen Vertriebsinstrumenten in fortgeschrittenen Phasen überschätzt und in frühen Vertriebsphasen unterschätzt werden.
  • Schlüsselschlagzahl: Welches Ereignis im Vertriebsprozess ist handlungsleitend und entscheidungsrelevant für den Zielkunden? Zumeist liegt dieses Ereignis vor der Phase der Angebotspräsentation. Dazu noch ein weiterer Beitrag im April 2022.
  • Minimalkonstanz: Welche Intensität der Marktbearbeitung kann tatsächlich, zumindest mittelfristig aufrecht erhalten werden? Die Ausrichtung der Maßnahmen auf die entsprechende Vertriebsphase muss kontinuierlich aufrecht erhalten werden. Der banale Aspekt der Kontinuität von Schlagzahl wird kaum berücksichtigt, obwohl dieser von zentraler Bedeutung für einen strukturierten ist. 

 

Aus vertrieblicher Erfahrung im eigenen Unternehmen, aber auch aus über 70 analysierten und optimierten B2B-Vertriebsorganisationen, kann eindeutig festgehalten werden, dass die ursprüngliche Formel für den Vertriebserfolg (Erfolg = Schlagzahl x Schlagkraft) um den Faktor Prozess erweitert werden muss. 

neukunden.at ist zertifizierter Elite Partner von Pipedrive, dem führenden Sales-CRM Tool. Weitere Informationen zur optimalen Ausgestaltung und Steuerung von Vertriebsprozessen (inklusive Quick wins) erhalten Sie unter: office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  

 

___________________________________________________________________________________________

 

 

 

  

Newsletter als B2B-Vertriebsinstrument

Februar 2022: Die Versendung eines Newsletters ist weder besonders innovativ noch besonders sexy. Richtig eingesetzt ist Newsletter-Marketing jedoch eines: Sehr wirksam.

Gerade im B2B-Vertrieb kann ein Newsletter, entlang des unternehmensspezifischen Vertriebstrichters exakt ausgerichtet werden und somit einen spürbaren und kurzfristig wirksamen Vertriebseffekt erzielen. Neben dem grundlegenden Newsletter-Handwerkszeug (z.B. homogener Verteiler, intelligente Betreffzeile, visuelle Gestaltung, Verlinkung von Bildern und Logo, einwandfreie Funktionsweise...) sind folgende Aspekte vertriebsrelevant:

  • Klare Ausrichtung: Die Inhalte müssen - zumindest grob - an die Vertriebsphase, in welcher sich die Empfänger befinden (z.B. Bedarfserhebung, Angebotspräsentation...) ausgerichtet werden.
  • Inhalt: Handlungsleitende Informationen mit einem konkreten Vorteil und Call-to-Action
  • Re-Sent: Nochmalige Versendung des Newsletters an Empfänger welche nicht binnen (z.B.) 48 Stunden geöffnet haben. Auf diese Weise kann die Öffnungsrate mit einem Klick um 25-30% (Basis Erstversendung) gesteigert werden.
    • Dies wird von den Empfängern zumeist als positiv wahrgenommen und nicht als störend. Ist die Abmelderate beim Re-Sent höher als bei der Erstversendung, so sollten kein Re-Sent durchgeführt werden. Dies ist jedoch sehr selten.
    • Der Abstand zwischen Erstversendung und Re-Sent sollte mehr als 24 Stunden und weniger als 5 Tage sein, um die selbe Botschaft präzise zu platzieren.
    • Grundsätzlich sollte der Inhalt vollkommen ident bleiben. Es gibt keine belastbaren Erfahrungen über einen Vorteil durch geänderte Inhalte beim Re-Sent.
  • Analyse: Wie oft öffnen Sie einen Newsletter? Im B2B-Bereich gilt die Faustregel, dass ca. 10% der Empfänger sich auffällig aktiv verhalten und zum Beispiel den Newsletter öfter als 3x öffnen. Wird der Newsletter von Empfängern zum Beispiel 8x geöffnet ist dies eine vertriebsrelevante Information und ggf. ein digitales Kaufsignal

Werden obige einfache und grundlegende Aspekte berücksichtigt, ist der Newsletter nicht nur sehr vertriebswirksam, sondern auch ein präzises und kostengünstiges Vertriebsinstrument.

Weitere Erfahrungen und Gesetzmäßigkeiten aus über 1.000 durchgeführten vertriebsorientierten Newsletter-Kampagnen können gerne bereitgestellt werden (office@neukunden.at, +43 664 8860 5938).  

  

___________________________________________________________________________________________

 

 

Google Rezensionen als Vertriebsinstrument

Jänner 2022: Aktuelle Studien bestätigen, dass Bewertungen und Erfahrungsberichte nicht nur in der internationalen Kundengewinnung oder im Dienstleistungsvertrieb von Bedeutung sind, sondern haben bereits im gesamten B2B-Vertrieb eine zentrale Rolle eingenommen. Wird ein potentieller Kunde von einem unbekannten Unternehmen kontaktiert, so recherchiert die kontaktierte Person mit hoher Wahrscheinlichkeit die Erfahrungen und Meinung anderer Kunden. Nicht selten kommt es vor, dass die Google Rezension eines Unternehmens öfter aufgerufen wird, als die eigene Unternehmenswebsite. Im Gegensatz zur Website werden Rezensionen kaum vertrieblich eingesetzt.

Empfehlungen zur vertrieblichen Wirkung von Google Rezensionen:

  • Kunden und namentlich erkennbare Personen haben die größte vertriebliche Relevanz als Rezensenten
  • Regelmäßig stattfindende Bewertungen steigern die Glaubwürdigkeit des Unternehmens
  • Bitten Sie alle Kunden um eine Bewertung, nicht nur jene, die wohlgesonnen sind
  • Erhaltene Bewertungen sollten kommentiert oder zumindest bedankt werden
  • Der Hinweis auf erhaltene Rezensionen steigert den Erfolg in der Neukundengewinnung
  • Ein Google MyBusiness Profil erzielt auch einen (local) SEO-Effekt
  • ACHTUNG: Hände weg von gekauften Bewertungen. Diese sind letztlich als solche zu erkennen (zeitliche Anhäufung, nicht recherchierbare Rezensenten...)

Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren kann das kostenfreie Digitalinstrument "Google MyBusiness" bzw. die dort erhaltenen Rezensionen zielführend im Vertrieb eingesetzt werden.

 

Rezensionen

 

___________________________________________________________________________________________

 

99 Sekunden - Vertriebsexperten gefragt!

Dezember 2021: Auch wenn es beim Auftakt dieses Formats nicht bei 99 Sekunden geblieben ist, in diesen knapp sieben Minuten skizziert Professor Karl Pinczolits, wie stark sich der B2B-Vertrieb in den nächsten Jahren verändern wird, wo die größten Versäumnisse liegen und wo die größten Chancen sind.

Inhalt

Digitale Instrumente und Anwendungen für den B2B-Vertrieb sind vorhanden und werden international bereits intensiv und erfolgreich eingesetzt. Von den über 5.000 Vertriebs-Anwendungen sind besonders Video, Social Media und Vertriebs-CRM jene Schlüsseltechnolgien, welche im deutschsprachigen Bereich noch deutlich intensiver eingesetzt werden können.

Erwähnter Buch Tipp: Edward Strong (1925), Psychology of Selling and Advertising